Herrenberg

Herrenberg 08.07. - 09.07.2006

Turnier in Herrenberg

oder „Es ist immer wieder schön bei Euch…!“

Am vergangenen Wochenende waren wir Sandteufel zum letzten Qualifikationsturnier in Herrenberg bei den Blues Brothers und den Al Sandys.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass wir mit all unseren Sachen in den Bully passen. Leider war Chibby dieses Wochenende nicht mit von der Partie, Nici ist bereits Freitagmorgen gefahren, sodass die restlichen Sandteufel sowie Marc und Marco gemeinsam die 424 km im Bully anreisen konnten. Die Hinreise alleine war – verkehrstechnisch gesehen – eine Katastrophe: 6 ½ Stunden Fahrt konnten die Hamburg-Tour vom letzten Wochenende toppen, so oft standen wir im Stau. Gott sei Dank hatten wir genug Bier an Board sowie ne Flasche XUXU und Malibu, die Susi auf ihren unbefristeten Vertrag ausgegeben hatte! Zum Glück hatte sie die bereits bezahlt, denn Susi hat einfach mal ihren kompletten Geldbeutel zu Hause gelassen und war demnach auf Uschis Wohlwollen angewiesen. So waren zumindest die ersten 5 Stunden einiger Maßen erträglich, außer für unseren Marco! Dieser konnte nämlich par tout nicht mehr einhalten, sodass er mitten auf der Autobahn (wie waren auf dem mittleren Fahrbandstreifen) aus dem Bully, zwischen den Autos und ins Gebüsch sprang und sein Geschäft erledigte. Unglücklicherweise lockerte sich just in diesem Moment der Stau etwas auf, und wir rollten davon. Marco – nur mit Adiletten – lief auf dem Seitenstreifen einen ca. 400 m-Sprint, bevor er uns vor dem Schild: „Parkplatz in 1000m“ wieder einholte. Sein Glück, weil gewartet hätten wir nicht J. So kurz nach 20 Uhr (quasi grad auf der A 81) klingelte Nin´s Handy und Felix Wacker erkundigte sich, wie weit wir schon gefahren waren. Trotz dass Nin fuhr, konnte sie ihm keine konkrete Auskunft geben, sodass sie den Hörer zu Navi-Susi weitergab. Da meinte Felix doch tatsächlich, wir hätten uns schon vor Stunden in Frankfurt verfahren, das wir eine falsche Autobahn genommen hätten und nun einen Umweg von x-km in Kauf genommen hätten und wahrscheinlich nie mehr ankämen. Einen kurzen Moment überlegten wir natürlich, ob wir drehen und zurück nach Frankfurt fahren…. Tzzz, Felix, wir fahren doch nicht das erste Mal zu Euch!! J

Als wir dann um 21:40 Uhr endlich im Aramis waren, hatten wir unsere liebe Mühe, die Zelte noch rechtzeitig aufzubauen, ehe es dunkel wurde. Das Grillen fiel demnach aus, wir verköstigten uns mit dem letzten Kartoffelsalat von Inge-Müllers Tante sowie Baguette aus dem Supermarkt. Koshi, der an diesem Freitag Geburtstag hatte, gab ebenfalls einen (leider den „billigen“ Wodka J ) aus, sodass wir in gemütlicher Runde unterm Pavillon das Turnier einläuten lassen konnten bevor wir uns auf den Weg nach vorne machten.

Dort spielte in alter Tradition Peter Schwenk mit seiner Band. Im Verhältnis zu den Vorjahren waren wenige Leute für den Freitagabend da, und die Party kam selbst für uns schleppend in Fahrt. Kannix, Olli und Kalle von den XUXU´s haben es sich auch nicht nehmen lassen, für Party, Spaß und natürlich uns J nach Herrenberg zu kommen, trotz dass sie nicht mit eigener Mannschaft angereist waren. Letzten Endes wurde es doch noch ganz witzig, waren schließlich genug Freunde da, die man einfach nur 2-3 Mal im Jahr sieht und somit ne Menge zu erzählen hatte. Gegen 3 Uhr gingen alle bis auf Uschi und Inge schlafen, die vergnügten sich trotz Ende der Party mit Malibu und den ein- oder anderen Turnierteilnehmern, immer unter den wachen Augen der Sandteufelschlampe Marco… J

Am Samstagmorgen dann traf man sich mehr oder weniger fit zum Duschen und anschließend zum Spielen. Bärbel und Rüdi waren mittlerweile auch angereist – es war das Wochenende der Fans! Da Nin dieses Wochenende mit dem kleinen Wacker insgesamt 11 (!) Spiele mangels Schiedsrichter pfeifen musste, war sie schon ein klein wenig früher auf´m Sand, der Rest aber rückte zum ersten Spiel gegen die Teakwandodos Auerbach nach. Die erste Halbzeit konnten wir gewinnen, die zweite Halbzeit zwang uns in Penalty.
Uschi war die erste Schützin, konnte den Ball aber nach einem schlechten Pass nicht fangen. Im Gegenzug hielt Juli den ersten Ball. Susi warf und traf, der Gegner traf. Inge Müller traf – Gegner gegen den Pfosten. Chrissi und Nin trafen auch noch und so ging das Spiel mit 2:1 Punkten an uns. Das zweite Spiel war gegen die Ärobic Gröppe Sachsn, die genauso so bescheiden aussahen, wie dieser Name klingt. Mit bunten, zerrissenen Klamotten wollte man wohl das Video von „Call me“ nachstellen, aber selbst die Tangas über den Radlerhosen konnten dies nicht erreichen. Das Spiel haben wir mit 2:0 gewinnen können. Drittes Spiel gegen 15 Uhr war gegen Aramis 1 und da war wieder Kampf gefragt. Die erste Halbzeit verloren wir mit 12:11 gegen Claudi und Co., die zweite Halbzeit konnten wir ebenso knapp für uns entscheiden. Wieder Penalty. Entstand 4:2 für uns, waren einfach besser im Penalty J. Das letzte Vorrundenspiel bestritten wir gegen TSV Beachhausen, die Mädels im rosa Putzfrauen – Look von letztem Jahr und konnte zum Abschluss noch einmal mit 2:0 überzeugen, sodass es für uns am Ende des Tages hieß „Jaaaa der Gruppenerste klatsche in die Hand..!!“ Zu erwähnen sei an dieser Stelle noch, dass Bärbel mit „Come on“ und „los, weiter…“ mit Sicherheit ihren Anteil an unserer Siegesserie hatte J

Erschöpft aber glücklich wurde anschließend gegrillt und die ersten Gießkannerunden rumgereicht. Was schmeckte das Zeug doch wieder gut. Nun aber los, ab zum Deutschlandspiel um Platz 3. Der ganze Restaurantbereich war mit Fahnen, Trikots und Sprechchören erfüllt. Auch Uschi hatte ihre Fahne dabei, ebenso hatten wir uns mit gemalten Deutschlandfahnen im Gesicht, auf den Oberarmen, ja sogar am Rücken plakatiert. Aber Marco, wer sind denn Inge und Uschi – spielen die auch bei den Deutschen mit?! J Jedenfalls konnte man schon eine Gänsehaut bekommen, als alle aufstanden und die Nationalhymne sagen. Details zum Spiel sind wieder mal überflüssig, wahrscheinlich hat die ganze Nation auch das letzte WM Spiel mit deutscher Beteiligung gesehen. Anschließend war dann kollektives Duschen bevor wir uns auf den Weg zur Party machten. Auch hier bewiesen wir wieder mal Kampf und Durchhaltevermögen, sowohl am defekten Kickertisch, als auch beim Tanzen zu Lieder aus unserer Jugend J Mit dem letzten Lied gingen bis auf Juli und Nin dann alle zu den Zelten, die zwei zogen mit der Marc, der Beat-Box und einigen „Einheimischen“ auf den Parkplatz um dort weiter zu feiern, bis die Polizei kam, die Musik ausmachten und die Security – welche den ganzen Abend anwesen war und sich gerade auf den Nachhauseweg machte – ins Alkohol-Test –Gerät pusten ließen.
Alles hat ein Ende, auch diese Nacht, und es wurde sich ein paar Stündchen ausgeruht ehe das Viertelfinale gegen den TV Grenzlach anstand. In der Halle eine Regionalligamannschaft, aber im Sand konnten wir sie mit 2:0 schlagen, ehe wir ins Halbfinale einziehen konnten. Dort trafen wir auf die Partyküken Metzingen, den späteren Turniersieger, und mussten uns geschlagen geben. Die erste Halbzeit verloren wir mit zwei Punkten, die Zweite etwas deutlicher. J Schade, gerne hatten wir uns noch einmal diese Saison im Finale gesehen, aber gut, es kommt ja noch Cuxhaven J Im Spiel um Platz 3 gegen die Caipiranhas aus Erlangen – die ihrerseits gegen Team Aramis 1 ausgeschieden sind - konnten wir eingangs auch gut mithalten, gaben uns jedoch auch mit dem 4. Platz zufrieden. Aber das Spiel hat Spaß gemacht, schließlich sind die Caipis „endlich mal normale Mädchen…!“ J Bei den Männern wurden die Sandys dritter, die Dönerchefs Hamburg gewannen vor den Blues Brothers im Finale das Turnier. Da Peter Schwenk Sonntagmorgen abgereist war, übernahm Ingo die Turnierleitung. Selten haben wir soviel Gequatsche gehört, wenn auch die ein- oder andere witzige Situation dabei war.

Nach dem Finale bauten wir die Zelte ab, packten den Bully und schmissen noch einmal den Grill an, um das restliche Fleisch zu verwerten und uns den Stopp bei McDonalds zu sparen. Während sich also das Turnier vollends leerte – nur die Caipis waren noch da (wie gesagt, normale Mädchen eben!) – und die heimischen Mannschaften aufräumten saßen wir noch in Ruhe zusammen, - waren es doch auch nur noch 5 Stunden Fahrt nach Hause.. Aber so sind wir halt. Nach dem Duschen und einer ausgiebigen Verabschiedungsrunde schafften auch wir den Sprung in den Bully und somit den Antritt der Heimreise gegen 18:20 Uhr. Der letzte Sandteufel war um 23 Uhr ausgeladen, wir sind zügig und ohne den verhassten Stau durchgekommen – sodass auch dieses Wochenende leider vorbei ist.

Zusammenfassend kann man sagen: Schönes Wetter, tolles Turnier MIT sportlichem Erfolg und der Gewissheit: Cuxi, wir kommen!! J