Kassel

Kassel 03.06. - 05.06.2005

Nachdem wir schon Donnerstagabend unseren Sandteufel-Bus bepackt hatten, konnte am Freitagnachmittag die Fahrt losgehen. Wir fuhren gegen halb 6 los und machten einen Zwischenstopp auf der A1, um Nin und Chibby einzusammeln.
Dann waren wir komplett – inklusive Neuzugang Chrissi – und düsten Richtung Kassel. Dort angekommen schlugen wir unsere Zelte und den Pavillon auf und läuteten die erste Wodka-Runde ein…und schon fing es an wie aus Eimern zu plästern. Schnell unter den Pavillon und das „Lustige-Trinkspiel“ ausgepackt, machten wir es uns dort gemütlich bis wir zur Party gingen. Schnell wurden die DJs unsere Freunde und spielten alles, was wir hören wollten. Ganz unbeschwert feierten
wir bis zum Morgengrauen, da unser erstes Spiel am Samstag erst um 13.30 Uhr stattfinden sollte. Und, wen trafen wir unerwarteter Weise in Kassel wieder?
Die Beachmichels, die uns in der vergangenen Saison in Kamp-Lintfort ins „Diebels Alt“ begleiteten. Hey Nin: „Wer sind eigentlich diese Beachmichels???“ J
Hebefigur, I´ll be missing you, Striptease, auf dem Spielplatz spielen, …nichts wurde an diesem Abend ausgelassen – aber auch wirklich gar nichts!!!

Mit Kopfschmerzen bestritten wir unser erstes Spiel gegen den Titelverteidiger Beach Bunchs Berlin und verloren mit 0:2. Gegen TV Stuhl siegten wir mit 2:0 Punkten und gegen die Callgirls aus Kassel holten wir 1 Punkt. Somit zogen wir mit sage und schreibe 3 (!) Punkten als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein.
Nach dem Duschen und Essen gingen wir wieder samt unseres Trinkspiels und unserem Wodka auf die Party und spielten erstmal einige Runden. Schnell knickten Nin und Chrissi, geschwächt vom Abend zuvor, ab und gingen in ihre Zelte. Juli kündigte auch schon an: „In einer halben Stunde komm’ ich nach.“. Doch diese halbe Stunde dauerte seeeeeehr lange. Den Vogel abgeschossen hat an diesem Abend wieder unsere Chibby, nachdem sie doch aber letztes Jahr hoch und heilig geschworen hatte nicht mehr so viel zu trinken, um morgens besser spielen zu können. Trotzdem machte es ihr auch diesmal nichts aus trotz des angesetzten Spiels um 9 Uhr wieder ordentlich zu feiern. Man sah sie nur noch brüllend und ihre Wodkaflasche verteidigend durch die Gegend ziehen, wobei Nici ihr große Konkurrenz machte. Sie konnte man bis zu den Zelten aus der Menge raushören.
Alle machten sich in den frühen Morgenstunden auf ins Zelt und man stöhnte bereits, dass man nur noch 2-3 Stunden Schlaf hatte. Chibby schien diese Tatsache nicht das Geringste auszumachen und sie feierte munter bis morgens durch.

So langsam kamen alle gegen 8 Uhr wieder zu sich und versuchten irgendwie für das bevorstehende Spiel munter zu werden. Einige Störungen sollten dies jedoch verhindern: so blieb Nin beispielsweise mit ihren Haaren an Uschis und Susis Zelt hängen und konnte sich alleine nicht mehr befreien. Anstatt ihr zu helfen, griffen alle schnell nach dem Fotoapparat und lachten die leidende Nin erstmal kräftig aus. Danach erbarmte sich einer und half ihr dabei die Haarsträhne aus dem Reißverschluss zu ziehen.
Das größere Problem stellte Chibby dar. Um 20 vor 9 war sie immer noch spurlos verschwunden und all unsere Bemühungen sie zu finden, schlugen fehl. Selbst als man sie ausrief tauchte sie nicht wieder auf. Zufälligerweise fragte Uschi sichtlich verzweifelt, ob ihnen eventuell eine Chibby bekannt wäre und sie wüssten, wo sie wäre. Und tatsächlich, Chibby scheint wohl überall bekannt zu sein. Man fand sie dann letztendlich 10 min vor Anpfiff in einem Auto und scheuchte sie schnell zum Spielfeld. Denn das Viertelfinale bestritten wir gegen den späteren Turniersieger Wohlfühlmatratzen und da konnten wir Chibby gut gebrauchen – das dachten wir zumindest. Leider war sie nicht mehr in der Lage gerade aus zu gucken, geschweige denn zu laufen und hat nicht ein einziges Tor gemacht. So verloren wir die 1. Halbzeit mit nur einem Punkt, was uns bei einer besseren körperlichen Verfassung von Chibby, sicherlich nicht passiert wäre. So gaben wir am Ende beide Punkte an die Wohlfühlmatratzen ab und mussten die noch bevorstehenden Spiele durch Penaltywerfen entscheiden.
Vor dem ersten Shoot-Out stellten wir uns auf Spielfeld und warfen uns ein wenig warm. Auch Chibby war noch frohen Mutes und warf ein paar Bälle aufs Tor. Dann wurden die ersten 5 bestimmt, wobei Chibby sonst immer mit dabei ist. Uschi zählte die ersten 5 Leute auf: Inge Müller, Susi, Uschi, Nin und Chrissi. Chibby: „Ach so, werf ich heute nicht? Haben wir das eben so besprochen?“ Uschi: „da gibt es nichts zu besprechen, ich denke, das ist jedem klar.“ Chibby: „Okay, dann geb ich wieder nur die Pässe!“ Uschi: „Ähh, du gibst heute auch nicht mehr die Pässe, Chibby. Setz dich einfach auf die Bank und schau zu.“ Mit diesen Worten wurde Chibby für den Rest des Tages „dismissed“ und fühlte sich irgendwie immer „ausgesondert“. Sie war halt an diesem Sonntag unser „Sondermüll“ und so roch sie auch. J
Beide Shoot-Outs verliefen sehr spannend, wobei wir das erste erst in der 3. Runde für uns entscheiden konnten und unseren Neuzugang dadurch erstmal zu einem Magengeschwür verhalfen: „Das kann doch nicht gesund sein, wenn das Herz für 10 Sekunden immer so rast, oder Chrissi?!“.
Beim 2. Shoot-Out gewannen wir mit 2:1 Toren (!!!), wobei Juli 2 Bälle gehalten hat und den zweiten davon sogar mit der Nase. Die Nase schwoll sofort an und wurde, sowie ihre rechte Gesichtshälfte, blau. Somit musste Juli schnell mit zu den Sanitätern und Nin stellte sich ins Tor. Zum Glück kamen beide Pässe der Gegner gar nicht erst an, so dass es auch nicht schlimm war, dass kein anderer außer Uschi und Susi das Tor traf. Wir wurden also noch 5ter und die ersten Punkte rasselten auf unser Konto.
Im Finale der Frauen gewannen die Wohlfühlmatratzen gegen die Caipiranhas und bei den Männern konnten sich die Isotopes gegen die Sixpacks durchsetzen. Ein bisschen waren ja die Sixpacks unsere Favoriten, aber natürlich nicht, weil sie aus Berlin kamen, sondern weil sie auch die „Spirit-Fingers“ kannten – zumindest die glatt rasierte Nummer 6…lag wohl auch daran!
Bei der Siegerehrung kam uns dann wieder ein Gedanke: „5 Euro, Chibby, wenn du zur Siegerehrung gehst und dir alle Preise einheimst, die eigentlich für den 1. bis 4. Platz gedacht sind“….es ertönte aus den Lautsprechern „…Platz 5 erreichten die Sandteufel aus Köln…“ und Chibby machte bereits (übrigens hatte sie immer noch ihre Pyjamahose an) ein paar Schritte Richtung „Gabentisch“, doch wollte sie uns diese Blamage dann doch ersparen und machte wieder kehrt. Gott sei Dank, wir hatten uns auch schon oft genug für sie an diesem Wochenende geschämt J.

Auf dem Heimweg machten wir dann wieder unseren obligatorischen Gang zu MC´s,
wobei auch das nicht ganz einfach für uns war, zumindest Nici hatte so ihre Schwierigkeiten beim Essen. Okay, zugegeben, es war wirklich ein wenig eng auf dem Tisch und Nici hatte darüber hinaus wohl vergessen, dass eine Ecke ihres Tabletts über die Tischkante hinaus stand und so ***PATSCH*** wollte Nici sich mit ihrem Ellenbogen auf dem Tisch abstützen und tat es aber auf dieser besagten Ecke des Tabletts. Ihr Burger flog im hohen Bogen auf den Boden und die Pommes samt Majo waren auch nicht mehr zu retten. Das einzige, was Nici noch erhalten konnte, war ihr Becher Cola. Wieder einmal waren wir ungewollt der Mittelpunkt des Geschehens….
Dann ging es weiter Richtung Bochum, wo Nin und Chibby wieder abgesetzt wurden und dann weiter nach Köln, bis wir hundemüde und erschöpft alle in unseren Betten lagen.
Abschließend ist noch zu sagen, dass es wirklich ein sehr schön organisiertes Turnier von Bello war, tolle Party, toller DJ Yogi, tolle Fitness-Salate J und endlich ein paar Punkte für Cuxi! Weiter so Mädels, da ist doch wohl noch eine Steigerung drin!?

Und: Krefeld, wir kommen!!!